Ihre Kunden sprechen mit Google

Die Sprachsuche entwickelt sich bereits seit etwa zehn Jahren aber noch immer scheint sie nicht zur umfassenden Revolution der Suchmaschinen geführt zu haben. Bedeutungslos ist Voice Search dennoch nicht. Dies liegt unter anderem daran, dass auch die herkömmliche Suche sich in ähnlicher Richtung entwickelt.

Long Tail Keywords werden natürlicher

In den frühen Zeiten der Suchmaschinen war es noch üblich, verschiedene Suchbegriffe mithilfe Boolscher Operatoren miteinander zu verknüpfen. Es schien notwendig, als Nutzer der Suchmaschinen zu wissen, wie die Logik der maschinellen Suche funktioniert. Spätestens mit der Erfindung von Google war aber klar, dass die Entwicklung hin zur Nutzerfreundlichkeit geht. Nur so konnte der Nutzen einer Suchmaschine auch in der breiten Masse ankommen. Gleichzeitig konnte auch die Qualität der Suchergebnisse verbessert werden. Ein geheimer Algorithmus, der ohne die üblichen Operatoren arbeitete, war besser gegen Keyword-Stuffing geschützt. Doch Google blieb im Blick der Nutzer eine Art Karteikasten, in welchem Suchbegriff für Suchbegriff die Kategorie der relevanten Seiten eingegrenzt wird. Dies änderte sich spätestens mit der Erfindung der Sprachsuche. Im Gespräch mit einem Sprachassistenten werden die Anfragen natürlicher. Eine Reihung von drei oder mehr grammatisch unabhängigen Keywords wird damit immer uninteressanter. Stattdessen wird die Konzentration auf vollständige Fragen durchaus relevant.

Sprachassistenten sind statistisch noch Nischenerscheinungen

Die tatsächliche Sprachsuche wird nur in relativ wenigen Fällen genutzt. Eine statistische Relevanz hat sie vor allem bei lokalen Suchen oder für Kurzinformationen. Für Ihr Unternehmen wäre es wenig relevant, bei der Frage: “Wie viel Uhr ist es?” auf dem begehrten ersten Platz der Suchergebnisse zu landen. Die Reaktion des Sprachassistenten wird ohnehin nur die vorgelesene Uhrzeit sein. Falls Sie Uhren verkaufen, wäre die Frage: “Wo kann ich schöne Uhren kaufen?” deutlich wichtiger. Aber Sie können davon ausgehen, dass die zweite Frage mittels Sprachsuche nur selten so gestellt wird. Dennoch sollten Sie die Frage im Hinterkopf behalten, wenn Sie Ihre Seite optimieren. Auch die schriftlichen Suchen nähern sich nach und nach der natürlichen Sprache an. Eine passende Antwort auf die Frage zu liefern, ist daher in jedem Fall eine gute Idee. Auch eine nur versehentlich vom Sprachassistenten aufgezeichnete Aussage, wie etwa: “Meine Uhr ist kaputt!” kann in einer Suchanfrage münden.

Grundsätzlich gut aufgestellt

Sprachassistenten revolutionieren die Suche nicht. Sie treiben aber die Entwicklung voran, das Verhältnis zwischen Suchmaschine und Nutzer immer “menschlicher” werden zu lassen. Eine gut aufgestellte Seite wird daher stets interessante Inhalte auf einfach zu interpretierende Weise anbieten. Ein schlanker Code, der die Ladegeschwindigkeit erhöht, sauber strukturiertes HTML, welches die Interpretation der Inhalte erleichtert, und eine Darstellung, die auf möglichst vielen Endgeräten funktioniert, sind auch bei der Voice Search das A und O. Doch all das zieht erst, wenn Sie mit den besten Inhalten ins Rennen gehen.